
Kinder, Kunst und ecuadorianischer Bergnebelwald
In vielen Städten und Regionen des Globalen Südens ist Kinderarbeit immer noch weit verbreitet. Dies trifft auch auf Quito, die Hauptstadt Ecuadors, zu. Kulturelle Angebote, die vor allem Straßenkindern eine altersgerechte Entwicklung ermöglichen, sind jedoch selten. Die Nichtregierungsorganisation „bambúProjekt e.V.“ versucht mit künstlerischen Workshops Räume zu schaffen, in denen Straßenkinder ihre Kreativität ausdrücken und sich persönlich weiter entwickeln können. Die Organisation wurde 2007 gegründet und zählt neben sieben freiwilligen Mitarbeiter_innen in Deutschland auch vier in Ecuador.
Die Workshops von bambúProjekt finden auf einer Finca im ecuadorianischen Nebelwald statt. Dessen Tier- und Pflanzenvielfalt leidet in den letzten Jahren zunehmend unter der illegalen Abholzung und dem Bau von Öl-Pipelines, weshalb bambúProjekt in seiner Arbeit mit den Kindern auch den Umweltschutz thematisiert. Mit groß angelegten Ausstellungen will die Organisation zudem die oft prekäre Situation der Kinder ins öffentliche Bewusstsein rufen.
–> Interessierte Künstler für Workshops 2012:
bambúProjekt e.V. wurde in das offizielle ASA-Programm 2012 aufgenommen!
Die ASA-Teilnehmenden werden künstlerische Workshops planen und anleiten, wobei sie einen Schwerpunkt auf den Umgang mit der Natur legen. Die Resultate der Workshops präsentieren sie anschließend in Form einer Ausstellung in Quito. Die Teilnehmenden sollen die Kinder dazu anregen, ihr Verhältnis zur Natur, aber auch andere Lebenserfahrungen durch Malerei, Fotografie oder weitere künstlerische Formen auszudrücken. Bereits in Deutschland formulieren die Teilnehmenden einen Plan für einen Workshop, den sie in Ecuador mit einer Gruppe von fünf bis sieben Kindern zwischen neun und 14 Jahren realisieren werden. Diesen Vorschlag diskutieren sie anschließend mit den Verantwortlichen von bambúProjekt in Deutschland. In Ecuador treffen die Teilnehmenden die letzten Vorbereitungen und führen dann über sechs Wochenenden hinweg die Workshops durch. Schließlich helfen sie dabei mit, die Ausstellung in Quito zu konzipieren und organisieren.
Für diese Aufgaben sollten die ASA-Teilnehmenden bereits Erfahrung in der Arbeit mit Kindern gesammelt haben, sowie Erfahrungen im künstlerischen Bereich und in der Ausstellungsplanung haben. Pädagogische Vorkenntnisse sowie Erfahrung mit Präsentationsmethoden sind von Vorteil. Das Projekt erfordert ein großes Maß an Eigeninitiative, sowie Motivation und Zeit, bereits vor der Ausreise die Workshops zu erarbeiten.
Das Projekt findet von August bis Oktober 2012 statt.
Der Programmkatalog und weitere Infos zum ASA-Programm im Internet: http://www.asa-programm.de/programm/



